Forschungsprojekt zum Fußgängerschutz im Straßenverkehr beendet

AFUSS – Forschen, um Unfälle zu vermeiden

Drei Jahre haben die Wissenschaftler der Hochschule Aschaffenburg im Projekt „AFUSS“ (Aktiver Fußgängerschutz) an der Entwicklung eines autonomen Notlenksystems gearbeitet, das Unfälle mit ungeschützten Verkehrsteilnehmern (engl. Vulnerable Road User, kurz VRU) vermeiden soll. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) von September 2013 bis November 2016 mit insgesamt 430.000 € gefördert. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Konrad Doll und Prof. Dr.-Ing. Klaus Zindler beteiligten sich an dem Projekt die Continental Safety Engineering International GmbH aus Alzenau sowie GeneSys Elektronik GmbH aus Offenburg. Mittels der bewährten ADMA-Technologie und einem hochgenauen VRUTracker von GeneSys können die dafür benötigten Messdaten äußerst präzise erfasst und berechnet werden.

Im Rahmen des Projektes „AFUSS“ (Aktiver Fußgängerschutz) entwickelte die Forschergruppe der Hochschule Aschaffenburg neuartige Verfahren zum Schutz besonders gefährdeter Teilnehmer im Straßenverkehr wie Fußgänger und Radfahrer (VRUs). Das Team um die beiden Professoren Konrad Doll und Klaus Zindler suchte gemeinsam mit GeneSys Elektronik GmbH und Continental Safety Engineering International GmbH aus Alzenau nach Lösungen zur Unfallvermeidung.

Zielsetzung AFUSS: Bewegung erkennen, Position ermitteln und Ausweichbewegung einleiten

Zwei zentrale Forschungsziele standen beim Projekt „AFUSS“ im Fokus: Einerseits galt es, frühzeitig eine Änderung des Bewegungszustandes der Fußgänger und Radfahrer zu erkennen und dann möglichst genau auch die zukünftige Position des ungeschützten Verkehrsteilnehmers zu schätzen. Diese Informationen werden an die nahegelegenen Fahrzeuge übertragen. Das entwickelte Sicherheitssystem analysiert diese Informationen; im Fall einer unvermeidbaren Kollision wird in Sekundenbruchteilen eine autonome, fahrspurhaltende Ausweichbewegung eingeleitet damit das Fahrzeug um den Verkehrsteilnehmer herumgeführt werden kann.

Zweites Ziel der „AFUSS“-Forschungsgruppe war es, einen Steuerungsund Regelalgorithmus zu entwickeln, der selbst bei einem Notmanöver wie einem Brems-Ausweich-Manöver, eine präzise Spurführung des Fahrzeugs ermöglicht.

Mit dem GPS-gestützten Kreiselsystem ADMA von GeneSys können alle Bewegungszustände des Fahrzeugs äußerst präzise und unter Bewegung erfasst werden. Die integrierte DELTA-Funktion ermöglicht zentimetergenaue Messungen zwischen mehreren Fahrzeugen in Echtzeit. Daher gilt der Automotive Dynamic Motion Analyzer, kurz ADMA, in der Branche als Referenzsystem. Er erfüllt alle Anforderungen internationaler Teststandards und wird daher auch von namhaften Automobilherstellern weltweit für Fahrdynamikmessungen und ADAS Tests eingesetzt.

AFUSS: Forschen, um Unfälle mit VRUs zu vermeiden

Neben dem ADMA wurde im Rahmen von „AFUSS“ auch der HandheldGPS-Empfänger von GeneSys zur hochgenauen Positionserfassung von VRUs eingesetzt. Die erzielbare Positionsgenauigkeit liegt bei ± 2 cm. Somit eignet sich der GNSS Empfänger hervorragend für die Bewegungsverfolgung von sich langsam bewegenden Objekten wie VRUs.

GeneSys arbeitete bereits im Projekt CONSTANT (Controlled Standardised Testscenarios) mit der Hochschule Aschaffenburg zusammen. Die im Projekt „AFUSS“ gewonnenen Daten und Erkenntnisse sollen in die Weiterentwicklung von GPS- und Inertialmesssystemen einfließen. Denn gerade bei Versuchen zu vorausschauenden Sicherheitssystemen für Fußgänger müssen die Positionen von Fußgänger und Fahrzeug äußerst präzise bestimmt werden können.

Das BMBF zeichnete das Projekt „AFUSS“ als „BMBF-Projekt des Monats Januar 2015“ aus.

GeneSys Elektronik GmbH

  • Messtec & Sensor Masters 2017, Stand IVD
  • ATZ Fahrerassistenzsysteme 2017, Frankfurt, Stand 10
  • Safety Expo 2017, Aschaffenburg, Stand 1
  • Sensor+Test 2017, Nürnberg, Stand 1-349
  • Automotive Testing Expo Europe 2017, Stuttgart, Stand 1554
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GeneSys Elektronik GmbH
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